Willkommen in meiner Ecke des Web Zwo Null. Hier findest Du hoffentlich interessantes zu den Themen, die mich interessieren: Motorräder, digitale Spielereien, Internet Marketing, Politisches aus der Region und was sich noch so ergibt.

Offener Leserbrief an die Braunschweiger Zeitung

collage Sehr geehrte Damen und Herren,

unter der Überschrift „So zeigen sich die Kandidaten im Internet“ haben Sie am 28.8. einen Artikel in Ihrer Online-Ausgabe veröffentlicht, der mein besonderes Interesse weckte. Besonderes Interesse deshalb, weil ich beruflich als Projektmanager für Internet Marketing und privat als gelegentlicher Ratgeber von Carola Reimann in Internet-Angelegenheiten eng mit diesem Thema verwoben bin. Bitte sehen Sie mir deshalb auch nach, wenn dieses Schreiben eine eher einseitige Sicht beinhaltet.

Der Artikel selbst war leider bestenfalls enttäuschend. Eine eigene Homepage ist in heutigen Zeiten für einen zur Wahl stehenden Politiker selbstverständlich. In Zeiten des Web 2.0 erwartete ich, mehr über die vielfältigen Aktivitäten der Kandidaten in diesem zu erfahren.

Doch was wird abseits der Tatsache, dass eine Homepage existiert, beschrieben? Von Carsten Müller hört man eine kleine Anekdote, dass er früh am Morgen seiner Mitbewerberin bei studiVZ einen „Guten Morgen“ wünscht. Auf der anderen Seite wird bei Carola Reimann die Inhaltsleere ihres Flickr-Fotostreams angemerkt.

Schade nur, dass nicht eine der sonstigen Web-Aktivitäten von Carola Reimann erwähnt wird, die im Übrigen auch (fast) alle prominent auf Ihrer Homepage verlinkt sind. Erwähnenswert ist da vor allem der Youtube-Channel, in dem sehr gut aufbereitet Inhalte transportiert werden. Dass sie bei den VZs aktiv ist, erfährt man nur eher am Rande durch die „Guten Morgen“ Geschichte, von Ihren Aktivitäten bei Facebook und Xing liest man nichts.  In den sozialen Netzwerken jedoch sind Inhalte reichhaltig verfügbar und dort tritt Carola Reimann auch in den Dialog mit anderen Nutzern. Zugegeben, ein Flickr-Stream ist wie eine Diaschau und daher weder als inhaltsreiches Medium gedacht noch umgesetzt.

Skandalös finde ich, dass mit zwei unwichtigen Randgeschichten der CDU-Kandidat in einen heiteren und sympathischen Kontext gestellt wird während die SPD-Kandidatin sich inhaltsleere Aktivitäten vorwerfen lassen muss. Dass dies bei Carola Reimann unangebracht ist, wurde schon erwähnt. Aber selbst bei Carsten Müller erwarte ich – ja hoffe ich sogar – dass es Interessanteres über seine Internet-Aktivitäten zu erzählen gibt als den Morgengruß an seine Kollegin.

Wenn man sich nun die Mühe macht, im Netz auf Spurensuche nach den beiden Politikern zu gehen, findet man bei Carola Reimann die schon erwähnten Profile bei VZ, Xing, Facebook, Flickr, Youtube, alle gut gepflegt und oft aktualisiert. Bei Carsten Müller habe ich nur das „Guten Morgen“-Profil bei den VZs gefunden. Es existiert auch noch ein Facebook-Account mit seinem Namen und Bild, der scheint jedoch verwaist. Der Vorwurf der Inhaltsleere wäre eher hier angebracht.

Eine kurze Recherche zeigt schon, dass Carola Reimann das Internet intensiv im Wahlkampf nutzt während Carsten Müller das eher verhalten tut. Ihr Artikel hat jedoch einen gegensätzlichen Tenor. Bitte verzichten Sie in Zukunft auf solche oberflächlichen Artikel oder setzen Sie jemanden dran, der die Objektivität und Sachkenntnis zu einer vollständigen Recherche besitzt. Meiner Meinung nach war das hier jedenfalls nicht der Fall.

Mit freundlichen Grüßen

Sven Hauptmann

Das Schreiben wurde per Mail an redaktion.braunschweig@bzv.de am 3.9.09 versandt.

Mein erstes Mal…

Tja, nu hab ich auch ein Blog. Das interaktive Web 2.0 habe ich lange Zeit nur genutzt aber nicht aktiv mitgestaltet. Damit soll es nun zuende sein. Zu verdanken hat die Welt dieses Produkt den flammenden Reden eines Kollegen über das Web 2.0 und meinem Bedürfnis, einer Freundin im Wahlkampf dieses Mediums zunutze zu machen.

Die Attribute des Web 2.0 wie (Micro-)Blogs oder Social Communities haben mich bisher nie so sonderlich interessiert, habe ich die darunter liegende Technik doch schon vor vielen Jahren in eigenen privaten Webprojekten eingesetzt. Allerdings nicht mit WordPress und Xing sondern eher Perl und PHP. So langsam begreife ich, was es für Auswirkungen hat, wenn auch Nicht-Programmierer auf einfache Art und Weise zum Publisher im Web werden können.  Also mache ich mich jetzt auf, die Blogosphere und andere Bereiche  zu erkunden.

Schreiben werde ich natürlich über Dinge, die mich interessieren. Das sind in erster Linie Schaltroller, (ältere) Motorräder, Regionales aus Braunschweig und digitale Spielereien, seien sie in Handhelds oder auch im Web zuhause.

Bis bald, ich freue mich über jeden (I mean it) Besucher ;)

Sven